Geschichte

Zuhören und Lösungen finden ist unsere Philosophie. Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen zusammen mit unseren Kunden nach den besten Lösungen – so entstehen einzigartige und nachhaltige Produkte.

1942 – 1949

Anfang einer Erfolgsgeschichte

Einige Jahre nach seiner Lehre bei der Continental-Caoutchouc- & Gutta-Percha Compagnie in Hannover tritt Arnold Jäger sen. 1922 als gleichberechtigter Teilhaber in eine hannoversche technische Gummiwaren-Großhandlung ein. Die Geschäfte laufen gut.

Doch 1942 ist der Wunsch nach Selbstständigkeit so groß, dass Arnold Jäger sen. im Oktober 1942 sein eigenes Unternehmen gründet – mit dem Namen Arnold Jäger Gummiwaren, Asbest-, Industrie- und Bergwerksbedarf, die spätere Gummi-Jäger. Dank seines ausgeprägten kaufmännischen Gespürs und seiner enormen Arbeitsdisziplin entwickelt sich das junge Unternehmen bald zu einem führenden Unternehmen in Hannover und zu einer bekannten Adresse über die Grenzen der Region hinaus.

Wiederaufbau

Im März 1945 werden bei der Zerstörung des Geschäftshauses in der Nikolaistraße während des letzten alliierten Luftangriffes auf Hannover alle Lagerbestände und Unterlagen des Unternehmens vernichtet. Zusammen mit seinem 76-jährigen Vater August – einem ausgesprochen praktisch veranlagten Menschen – beginnt Arnold Jäger sen. aus Schutt und Trümmern das Unternehmen ein zweites Mal aufzubauen.

Die 2. Generation steigt ein

1948 tritt der ältere Sohn Arnold Jäger jun. in den väterlichen Betrieb ein. Ergänzend zu seiner kaufmännischen Lehre bei Gummi-Jäger am Nachmittag, absolviert er vormittags eine technische Ausbildung bei einem hannoverschen Gummiwaren-Hersteller, der Firma Gummi-Hansen, und besucht dann abends noch die Techniker-Schule. Arnold Jäger jun. ergänzt mit seinem technischen Sachverstand und seinem Drang zur technischen Perfektion ideal das kaufmännische Geschick seines Vaters.

1950 — 1959

Wachstum durch Kundennähe

In den frühen 1950er Jahren gründet Arnold Jäger sen. Niederlassungen in Hamburg, Siegen, Neuss und Stuttgart und nutzt so die örtliche Nähe zum Kunden als Wettbewerbsvorteil.

Ausweitung des Portfolios um Kunststoff

Arnold Jäger sen. war ein Unternehmer, der stets weit vorausschauend seine Entscheidungen auf die zukunftsweisenden Marktbedürfnisse abstimmte. Zusammen mit seinem Sohn war er sich über die Bedeutung eines breiteren, über Gummiartikel hinausgehenden Produktangebots bewusst. So war es selbstverständlich, dass Gummi-Jäger auch Kunststoffe in sein Leistungs-Spektrum integrierte.

Entwicklung eigener Produktfamilien

Ab 1956 entwickelt Arnold Jäger jun. für die damals in der Region Celle/Hannover ansässige Erdöl-Industrie spezielle Höchstdruck-Spülbohrschläuche und Gummi-Formteile für Pumpen und Bohrzubehör. In diesem Marktsegment ist Jäger bis heute international mit Statoren und Rotoren für Bohrloch-Ölpumpen und Tiefbohrantriebe vertreten.

1959 beginnt Arnold Jäger jun. mit der Produktion von Siebstabbändern für Kartoffelroder und verbessert damit entscheidend das Ernteverfahren. Die Basis ist eine von ihm maßgeblich mitentwickelte Gummi-Gewebe-Konstruktion, der „Jäger-Landmaschinenriemen“. Permanente Weiterentwicklungen und Patente legen die Grundlage für weitere Fertigungsbetriebe in Deutschland, den Niederlanden und den USA.

1960 – 1969

25 Jahre Gummi-Jäger

Als Gummi-Jäger 1967 das 25-jährige Bestehen gebührend feiert, hat sich das Unternehmen bundesweit als einer der größten Technischen Händler flächendeckend etabliert, die Beratungskompetenz wird durch die eigenen Fertigungsbetriebe untermauert.

Raum für neue Ideen

Weitere Standortgründungen in Braunschweig, Bremen, Frankfurt und Nürnberg stärken das Prinzip „Kundennähe“.

Ausbau der Sparte Landmaschinen

1963 erfolgt der Umzug der Landmaschinen-Konfektion in ein eigenes Produktionsgebäude in Hannover-Anderten. Der Jäger-Landmaschinenriemen hat inzwischen bei allen großen Erntemaschinen-Herstellern die bisher verwendeten Eisenketten durch sein geringes Gewicht, die große Laufruhe und hohe Lebensdauer verdrängt und ist international als Industrie-Standard etabliert. 1968 folgt dann der Aufbau einer eigenen Produktion für Industrie-Statoren, Wellenlager und großvolumige Gummi-Formartikel.

1970 – 1979

Fließender Generationswechsel

1973 verstirbt Arnold Jäger sen. im Alter von 77 Jahren und sein Sohn Arnold Jäger jun. übernimmt die Geschäfte.

Arnold Jäger jun. und der 1972 eingetretene Dipl.-Kaufmann Dr. Klaus Pfennig setzen ihre ganze Kraft dafür ein, die Geschicke des Unternehmens im Sinne des Gründers fortzuführen. Durch sinnvolle Aufgabenteilung in der Geschäftsführung kann sich Arnold Jäger jun. verstärkt der technischen Entwicklung von Produkten und Prozessen widmen.

Eigenfertigung ergänzt den Handel

1974 wird Arnold Jäger jun. alleiniger Inhaber von Gummi-Jäger und der angeschlossenen Unternehmen.

Die beiden Fertigungsstätten von Gummi-Jäger für Gummi-Formartikel und Siebstabbänder werden 1975 unter dem Namen Artemis Kautschuk und Kunststoff-Technik in einem 5.000 qm großen Neubau in Hannover-Anderten zusammengefasst.

Qualität im Fokus

1985 tritt Regina Jäger als geschäftsführende Gesellschafterin von Artemis ins Unternehmen ein, baut einen eigenen Vertrieb für die verschiedenen Produktgruppen auf und etabliert eine Artemis-spezifische Produkt- und Verfahrensentwicklung.

Artemis Kautschuk- und Kunststoff-Technik stellt heute zentrale Dienstleistungen in der Elastomer-Chemie, wie die Mischungsentwicklung und das zentrale Prüflabor, für die gesamte JÄGER Group zur Verfügung. Weiterhin verfügt Artemis über eine moderne, rechnergestützte Mischerei für hochwertige Gummi-Mischungen.

1980 – 1989

Ortswechsel: Neuer Geschäftssitz in Hannover-Kleefeld

Um dem Wachstum des Gummi-Jäger-Geschäftes gerecht zu werden, zieht das Stammhaus Hannover 1982 in neue Geschäftsräume mit modernsten Bürostandards in Hannover-Kleefeld.

1990 – 1999

Menschen gestalten Zukunft

Das 50-jährige Bestehen der Firma Gummi-Jäger wird 1992 mit allen Mitarbeitern ausgiebig in Hannover gefeiert. Das Unternehmen bleibt dem Erfolgskonzept des Firmengründers treu: motivierte, engagierte Fachleute, die in ihrem Bereich eigenverantwortlich arbeiten und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren. Bis heute wird das Thema Ausbildung groß geschrieben. In den verschiedenen Ausbildungsberufen konnten seit der Firmengründung 420 Auszubildende ihre Ausbildung im Unternehmen abschließen.

Neue Umweltschutz-Produkte

Um dem weiteren Wachstum von Gummi- und Kunststoff-Produkten gerecht zu werden, wird 1992 ein neuer Standort in Hannover-Misburg errichtet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf Gummi-Membranen zur Behandlung von industriellen und kommunalen Abwässern.

Ein Produkt, das Arnold Jäger jun. zusammen mit seinen Söhnen im Zuge der aufkommenden Umweltschutz-Diskussion Anfang der 80er-Jahre entwickelt hat und mit dem bei der Abwasserreinigung weltweit große Mengen an Energie eingespart werden. Aus diesen Produkten haben sich die Firmen Jäger Umwelt-Technik in Hannover und später Jaeger Rubber & Plastics in Shenzhen (China) entwickelt.

Familienunternehmen Jäger

Als weitsichtige Unternehmer bereiten Arnold und Regina Jäger die Fortführung der JÄGER Group für die nächste Generation vor.
Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird die Arnold Jäger Holding gegründet, unter deren Dach alle Einzelfirmen sowie die zentralen Dienste der JÄGER Group zusammengefasst werden.

Mit Andreas und Sebastian Jäger tritt 1994 die dritte Generation in die Geschäftsführung der JÄGER Group ein. Regina Jäger übergibt sukzessive die Geschäftsführung der Artemis an Sebastian Jäger, während Arnold Jäger die technische Geschäftsführung von Gummi-Jäger Andreas Jäger überträgt.
Nach vollständiger Übertragung der Geschäftsführung auf Andreas und Sebastian Jäger, wechseln Arnold und Regina Jäger 1996 in den Beirat der Arnold Jäger Holding.

Zukunftsmarkt Agrartechnik

Im Bereich Agrartechnik bietet sich 1996 die Möglichkeit, den damaligen Marktführer für Siebstabbänder, die niederländische Firma Ernst August Broekema in Veendam mit ihrer US-Tochter Broekema Beltway USA in Hinckley, Minnesota, zu übernehmen. Die jahrzehntelange Bekanntschaft der Unternehmerfamilien Broekema und Jäger und die ähnlichen Unternehmensphilosophien erleichtern die zügige Integration von Broekema in die JÄGER Group.

Heute bilden die Sparte „Riemen und Bänder“ der Artemis in Hannover, Broekema in Veendam, Broekema Beltway in Pine City und der Ersatzteilspezialist Windgassen in Paderborn einen Produktionsverbund.

2000 – 2009

Das nächste Jahrtausend

Marius-Quintus Jäger tritt 2002 in die Geschäftsführung der Arnold Jäger Holding ein und übernimmt die Verantwortung für alle zentralen Dienstleistungen der JÄGER Group.

Bedingt durch den Strukturwandel in der deutschen Landmaschinenindustrie Ende der 1990er Jahre, schließt sich 2003 die Firma Windgassen in Paderborn, ein damaliger Kunde von Artemis für Landmaschinenriemen und gleichzeitiger Mitbewerber bei Siebstabbändern, der JÄGER Group an. Windgassen ist heute Spezialist für die Belieferung des Landmaschinenhandels und großer Endverbraucher mit Ersatzbändern und Antriebskomponenten für Kartoffel- und Gemüseroder.

Neue Märkte in China

Die rasante Industrialisierung Chinas öffnet einen großen Zukunftsmarkt für Jäger-Produkte, insbesondere in der Abwassertechnologie. Die Gründung der Jaeger Rubber & Plastics Ltd. in Shenzhen, China ermöglicht eine lokale Produktion und den Aufbau einer landesweiten Vertriebs-Organisation.

2010 – 2020

Konsequente Internationalisierung und Spezialisierung

Um die bestehenden deutschen Kunden in den USA beliefern zu können und die Aktivitäten der JÄGER Group in Nordamerika zu stärken, wird im August 2010 die Jaeger-Unitek Sealing Solutions in LaPorte, Indiana gegründet, deren Kerngeschäft auf Elastomer- und Thermoplast Extrusion ausgerichtet ist.

Schon nach wenigen Jahren ist das Unternehmen so erfolgreich, dass 2014 der Umzug in ein größeres Gebäude erfolgt. Auch die im Agrartechnikbereich tätige Broekema Beltway USA expandiert mit einem neuen Standort in Kalifornien und einem Produktionsausbau in Pine City, MN.

2012 übernimmt die JÄGER Group einen Produktions-Standort eines Zulieferers im polnischen Gryfino nahe Stettin. Die Jaeger Polska z o.o. ist spezialisiert auf die Fertigung von Gummi und Silikon-Formteilen und klassischen Gummi-Metall-Verbindungen.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor

2012 integriert die JÄGER Group das Unternehmen Cleartec Water Management GmbH mit seiner zukunftsweisenden Festbetttechnologie für Abwasserreinigung.

Näher am Kunden

In Airdrie bei Calgary, arbeiten wir als Partner mit der Firma Spira Systems Ltd. zusammen. Dort werden verschlissene Bohrmotoren Statoren mit Artemis‘ Gummi-Technologie vor Ort wiedergummiert. Lange Transportstrecken und Zeitverluste für das „Runderneuern“ der Statoren in Deutschland werden so vermieden und Kunden schneller bedient.

Grundlagen für weiteres Wachstum

Zu Beginn des Jahres 2017 bezieht Jäger Polska ein neu erbautes Produktionsgebäude und ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

75-jähriges Firmenjubiläum

Im Oktober 2017 feiert Jäger sein 75. Firmenjubiläum mit 300 Mitarbeitern und geladenen Gästen in einem stilvollen Festakt im Schloss Herrenhausen.

Neues Hauptquartier

Jäger Umwelt-Technik zieht 2017 an den neuen Standort Lohweg 1. Das Gebäude grenzt an das Grundstück von Artemis, sodass die bestehende Infrastruktur gemeinsam genutzt werden kann. Daran anbauend entsteht in Hannover-Anderten derzeit das neue Hauptquartier der JÄGER Group.

Mit gutem Beispiel voran in die Zukunft

Innovationen begeistern die JÄGER Group, so verfolgen wir auch die Entwicklungen im Bereich Offshore-Windkraft. Mit Blick nach vorn wird 2019 das Unternehmen Jaeger Mare Solutions gegründet. Mit dem Ziel, im Offshore-Bereich umweltverträgliche Lösungen anzubieten, die natürliche Materialien und erneuerbare Energien vereinen.